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🇯🇵 Japan Wilde Entdeckungen 1 min

Neue Riesensalamanderart in 3,5 Millionen Jahre alten japanischen Fossilien entdeckt

Drei versteinerte Wirbel lagen mehr als zwei Jahrzehnte in einer japanischen Sammlung, bevor Wissenschaftler erkannten, dass sie zu einer Riesensalamanderart gehörten, die noch nie jemand beschrieben hatte. Die Knochen, die Ende...

Drei versteinerte Wirbel lagen mehr als zwei Jahrzehnte in einer japanischen Sammlung, bevor Wissenschaftler erkannten, dass sie zu einer Riesensalamanderart gehörten, die noch nie jemand beschrieben hatte. Die Knochen, die Ende der 1990er Jahre in der Präfektur Oita auf der Insel Kyushu entdeckt wurden, sind nun als eine neue Gattung und Art von Riesensalamander identifiziert worden, die vor etwa 3,5 Millionen Jahren lebte.

Ein Salamander, der sich von allen bekannten Arten unterscheidet

Forscher der Universität Kyoto untersuchten die Fossilien erneut und verglichen sie mit Skeletten lebender Riesensalamander. Der mittlere Rumpfwirbel wies anatomische Merkmale auf, die bei keinem anderen bekannten Mitglied der Familie Cryptobranchidae vorkommen. Dieser Unterschied führte das Team zu dem Schluss, dass die Fossilien sowohl eine bisher unbekannte Art als auch eine neue Gattung darstellen. Sie nannten sie Limnospondylus ajimuensis, eine Kombination aus griechischen Wörtern für See und Wirbel sowie einem Verweis auf die Region Ajimu, wo die Knochen gefunden wurden.

Ein meterlanger Riese des alten Kyushu

Die Fossilien wurden in der Tsubusugawa-Formation erhalten, einer Schicht aus alten Seesedimenten aus dem Pliozän. Andere Fossilien, die in derselben Formation gefunden wurden, umfassen Elefanten und Krokodile, Tiere, die in Japan nicht mehr heimisch sind. Zusammen deuten diese Überreste auf eine Zeit hin, in der Kyushu wärmer und feuchter war als heute. Limnospondylus ajimuensis lebte in ausgedehnten Süßwasserseen und Sümpfen und erreichte als Erwachsener möglicherweise eine Länge von etwa 1,1 Metern.

Vor dieser Entdeckung waren nur fünf Gattungen in der Familie Cryptobranchidae beschrieben worden. Die Anerkennung einer weiteren Gattung erweitert das Verständnis der Wissenschaftler für die Vielfalt der Riesensalamander. Der Fundort Ajimu ist laut dem Forschungsteam der einzige Ort der Welt, an dem sowohl Fossilien der Riesensalamanderfamilie als auch lebende Gattungen gefunden wurden. Die Entdeckung deutet darauf hin, dass viele weitere unbekannte Riesensalamander unter Fossilien versteckt sein könnten, die zuvor falsch klassifiziert wurden.

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