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🇺🇬 Uganda Wilde Entdeckungen 2 min

Wissenschaftler stellen Angst vor Fledermäusen in der Ebola-Forschung infrage

Jahrelang wurden Fledermäuse als natürliches Reservoir für das Ebola-Virus verantwortlich gemacht. Doch ein Wissenschaftler, der in Uganda arbeitet, sagt nun, dass die Beweise alles andere als schlüssig sind und dass die Angst...

Jahrelang wurden Fledermäuse als natürliches Reservoir für das Ebola-Virus verantwortlich gemacht. Doch ein Wissenschaftler, der in Uganda arbeitet, sagt nun, dass die Beweise alles andere als schlüssig sind und dass die Angst vor Fledermäusen möglicherweise mehr Schaden anrichtet als das Virus selbst.

Der Fall gegen Fledermäuse ist nicht wasserdicht

Dr. Brian Amman, ein Wildtierbiologe der US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention, hat Jahre damit verbracht, Fledermäuse in Uganda zu untersuchen. Er sagte gegenüber Mongabay, dass keine Studie jemals endgültig bewiesen habe, dass Fledermäuse Ebola direkt auf Menschen übertragen. Der Zusammenhang beruht auf Indizien: Forscher haben Antikörper und Fragmente viraler RNA in einigen Fledermausarten gefunden, aber nie ein lebendes, infektiöses Ebola-Virus. Amman argumentiert, dass andere Tiere oder sogar Umweltquellen eine Rolle bei Übertragungsereignissen spielen könnten.

Warum lokale Gemeinschaften in der Mitte stecken

In Uganda werden Fledermäuse nach Ausbrüchen von Ebola und anderen Krankheiten oft mit Misstrauen betrachtet. Einige Gemeinschaften haben aus Angst Fledermausquartiere zerstört oder Fledermäuse getötet. Das sei ein Problem, sagt Amman, weil Fledermäuse wichtige Ökosystemdienstleistungen erbringen. Sie bestäuben Pflanzen, verbreiten Samen und kontrollieren Insektenpopulationen. Der Verlust von Fledermäusen könnte die lokale Landwirtschaft und Biodiversität schädigen. Der Wissenschaftler betonte, dass die Lösung zur Verhinderung künftiger Ausbrüche nicht darin bestehe, Fledermäuse zu beseitigen, sondern die komplexe Ökologie des Virus zu verstehen.

Ein Aufruf zu Wissenschaft statt Panik

Amman und seine Kollegen fordern mehr Forschung, nicht mehr Keulung. Sie wollen untersuchen, wie sich das Virus in Fledermauspopulationen bewegt und welche Bedingungen zu einer Übertragung führen könnten. Sie betonen auch die Bedeutung der Aufklärung von Gemeinschaften über ein sicheres Zusammenleben. In Uganda, wo Fledermäuse in Höhlen und Gebäuden in der Nähe menschlicher Siedlungen leben, könnten einfache Maßnahmen wie der Vermeidung von direktem Kontakt mit Fledermauskot oder Urin das Risiko verringern, ohne die Tiere zu töten.

Die Botschaft des Wissenschaftlers ist klar: Angst ist keine Strategie für die öffentliche Gesundheit. Die eigentliche Arbeit liegt darin, die Natur zu verstehen, nicht sie zu beschuldigen.

Quelle: Mongabay

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